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Dienstag, 15. November 2016

Vortrag und Verleihung: Preis der Deutschen Bundesbank



Dienstag, 22. November 2016, 17.00 Uhr, OTH Amberg-Weiden
Weiden, Hörsaal 001

Auszeichnung für hervorragende Leistungen: Am 22. November 2016 prämiert die Deutsche Bundesbank die Bachelorarbeiten einer Absolventin der OTH Regenburg und eines Absolventen der OTH Amberg-Weiden. Franz Josef Benedikt, Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Bayern, übergibt die Preise bei einer feierlichen Veranstaltung an der OTH Amberg-Weiden am Standort Weiden.

Im Rahmen der Prämierung spricht Franz Josef Benedikt zu einem brandaktuellen Thema: „Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise: Handlungsoptionen für Geld- und Finanzpolitik“. Davor zeichnet er Lisa Schmidt (OTH Regensburg) und Daniel Seebauer (OTH Amberg-Weiden) für ihre Arbeiten aus. Die Preisträgerin überzeugte die Jury mit ihrer Bachelorthesis über „Geschäftsmodellanalyse von Banken“, der Preisträger konnte mit seiner Arbeit über „Die Schätzung der Zinsstrukturkurve mit dem Nelson-Siegel-Svensson-Verfahren“ punkten.


Die Deutsche Bundesbank stiftet seit 2015 Preise für die besten Abschlussarbeiten auf den Gebieten Finanzmarktanalyse und Geldpolitik – die Preisträgerinnen und Preisträger werden von Volkswirtschaftsprofessorinnen und -professoren der OTH Amberg-Weiden, OTH Regensburg, Hochschule Aschaffenburg sowie der TH Ingolstadt ausgewählt und vorgeschlagen.

Renate Weidner
Büro der Präsidentin
Ostbayerische Technische Hochschule (OTH)
Amberg-Weiden
Kaiser-Wilhelm-Ring 23
92224 Amberg


Montag, 14. November 2016

Lohnt sich Sparen überhaupt noch?




Lohnt sich Sparen überhaupt noch?
Eine Analyse von  André Leyens



In meiner täglichen Praxis häufen sich in den letzten Monaten Aussagen wie:

 "Ach, es lohnt sich doch gar nicht mehr zu sparen. Es gibt ja keine Zinsen mehr... Haue ich das Geld doch lieber auf den Kopf... Und überhaupt, ich lebe doch heute und wer weiß schon, was später ist. Vielleicht erlebe ich das ja gar nicht mehr!"

Dem kann man nicht viel hinzufügen beziehungsweise entgegen setzen. Natürlich weiß keiner, wie lange er lebt. Vielleicht ist tatsächlich morgen alles zu Ende ... Aber was ist, wenn nicht? Die Antwort auf diese Frage überlasse ich an dieser Stelle dem geneigten Leser und der geneigten Leserin.

Ich denke, es herrscht ebenfalls allgemeiner Konsens, dass es unklug und kurzfristig gedacht wäre, alles Geld auszugeben und nichts mehr davon beiseite zu legen.

Kommen wir demnach zurück zum Sparen und zu der Frage, ob es sich noch lohnt.

Schauen wir dazu zunächst mal nach der Bedeutung des Wortes Sparen.

Im Duden steht dazu:

Sparen:

1. Geld nicht ausgeben, sondern für einen bestimmten Zweck zurücklegen, auf ein Konto einzahlen
2. Sparsam, haushälterisch sein; bestrebt sein, von etwas möglichst wenig zu verbrauchen
3. Nicht verwenden, nicht gebrauchen, nicht aufwenden, nicht ausgeben

Auffallend ist, dass in der Definition nichts von Zinsen steht, die der Sparer für das Zurücklegen bzw. nicht Ausgeben seines Geldes erhalten soll. Und wenn Sie an Omas berühmten Sparstrumpf denken, schwant Ihnen wahrscheinlich schon, dass es wohl nicht immer Zinsen fürs Ersparte gegeben hat.

Es scheint also, dass sich der Zins irgendwann als "Belohnung" für den Sparer herauskristallisiert hat. Erste Spuren gab es dazu allerdings schon rund 3.000 vor Christus. Von den damals 20% auf kurzfristige Anlagen ist jetzt, 5000 Jahre später, nicht mehr viel übrig. Der Zins ist quasi abgeschafft!

Sind wir als Sparer demnach einfach verwöhnt?

Vielleicht. Vielleicht ist es aber lediglich an der Zeit, umzudenken, wenn der Anleger noch einen Gewinn auf sein Erspartes erzielen möchte.

Denn: es gibt Alternativen!

Daraus resultiert zwangläufig eine weitere Frage. Sind die Sparer überhaupt qualifiziert für Rendite und Gewinn?

Also: haben SIE, liebe Leser, liebe Leserinnen sich für Rendite QUALIFIZIERT?

Bevor Sie jetzt schnell und "vollmundig" mit "JA, natürlich! Nur her damit" antworten, will ich der Bedeutung der Frage noch etwas mehr auf den Grund gehen.

Vereinfacht gesprochen lässt sich Sparen bzw. Kapital- oder Vermögensaufbau mit der folgenden einfachen Formel darstellen:

Kapital = Geld * Zeit

Da die Menge des eingesetzten Geldes nur von jedem von Ihnen persönlich und  individuell festgelegt werden kann, bleibt in dieser Formel nur eine Variabel übrig: die ZEIT.

Also kann ich meine Frage von weiter oben umformulieren:

Bringen Sie ausreichend Zeit, noch besser gesagt, ausreichend Geduld mit, einen Kapitalaufbau zu betreiben, der diesen Namen auch tatsächlich verdient?

Denn letztendlich ist der Faktor Zeit das Geheimnis, um nicht nur Rendite zu erzielen, sondern auch die vermeintlichen Risiken einer höheren Gewinn versprechenden Geldanlage (fast) gänzlich auszuschalten.

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass es hier keineswegs darum geht, Geld spekulativ anzulegen, was letztendlich dem Gang ins Kasino oder dem Kauf eines Lottoscheins gleich käme. Doch ohne ein gewisses, kalkuliertes Risiko geht es auch nicht.

Aber was ist Risiko?

Bei einem Zins rund um 0,0% und einer Inflation von 1,xx% pro Jahr, ist das Risiko, Geld zu verlieren, quasi schon verbrieft: die Kaufkraft nimmt nämlich so jedes Jahr ab. Bildhaft gesprochen: der Geldbetrag, für den Sie heute einen VW Golf kaufen können, reicht dann in 10-15 Jahren kaum noch für einen VW UP oder einem vergleichbaren Fahrzeug.... Und wenn Sie den Zeitraum auf 25-30 oder noch mehr Jahren ausdehnen (dem Zeitpunkt Ihres Renteneintritts vielleicht)?....

Deshalb darf an dieser Stelle gesagt werden:

Das größte Risiko ist heute, kein Risiko einzugehen!

Natürlich war es in Zeiten, als es für Staatsanleihen, Bundesschätze oder andere konservative Anlageformen noch Zinsen von 4-6% pro Jahr SICHER gabt, kaum nötig, ein höheres Risiko einzugehen, um beispielsweise eine Rendite von 8% oder mehr mit einem Aktienfonds einzugehen.

Doch darf der Anleger heute immer noch die Augen vor dieser Anlageform verschließen? Ich meine, nein!

Schauen Sie sich zunächst in Ruhe das Video für erste weitere Erläuterungen an:


Klicken Sie hier: Geldanlage neu definieren!

 
Zwei wesentliche Informationen aus dem Video erscheinen mir wert zu sein, hier nochmals hervorgehoben zu werden:

1. Der Einfluss der Spardauer auf die Minimierung des Verlustrisikos.
Wenn bei einer Spardauer von 1 Jahr, die Chance bei 2 zu 3 liegt (um beim Bild des Kasinos zu bleiben, heißt das: wenn Sie 3 Mal auf rot setzen, kommt zwei Mal rot und einmal schwarz!).

Bei einer Spardauer von 20 Jahren liegt das historische Verlustrisiko bei 0,0%. Anders ausgedrückt: Sie gewinnen IMMER! Ihre Rendite ist IMMER positiv, lediglich in unterschiedlicher Höhe

2. Tatsächlich tragen Sie selbst tagtäglich zum Gewinn von Aktiengesellschaften bei, ohne allerdings von diesen zu profitieren.
Zahnpasta, Deo, Duschgel, Seife, Rasierschaum, usw... Ehe Sie sich morgens zum Frühstück an Ihren Küchentisch niedergelassen haben, ist dies bereits zigfach geschehen... und es geht dann mit dem Kaffee oder Tee weiter,... dem Sprit in Ihrem Fahrzeug, das natürlich auch von einer Aktiengesellschaft stammt,...

Sie werden zugeben, dass dies letztendlich dann nichts mehr mit einer spekulativen Anlageform zu tun hat. Oder haben Sie während der Finanzkrise nicht mehr geduscht? Weil ja Finanzkrise ist :-)

Wenn Sie nun zu dem Schluss gekommen sind, dass:
1. Sie Zeit für Ihren Vermögensaufbau mitbringen
2. Sie demzufolge ein kalkuliertes Risiko eingehen können und wollen
3. Sie Geld zum Sparen übrig haben (also jederzeit ausreichend Mittel für den berühmten kaputten Kühlschrank zur Verfügung stehen)

dann sollten Sie sich noch den folgenden Text zur optimalen Vorgehensweise lesen, in dem der so genannte Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) erklärt wird:



Und wenn Sie bis hierhin "durchgehalten" haben und jetzt noch erfahren wollen, inwieweit Sie nun selbst zum Aktienfondssparer werden können und sollten, dann schreiben Sie mir einfach eine Mail mit dem Betreff "Sparen lohnt - Blog" an andre.leyens@leyens.de


Kontakt zu André Leyens

Geschäftsstelle für
Deutsche Vermögensberatung
Andre Leyens
An Gut Nazareth 18a
52353 Dueren

Telefon: +49 2421 30 60 226
Fax: +49 2421 30 60 221
Mobil: +49 172 60 392 33


Dienstag, 24. April 2012

Mit Kindern Steuern sparen


- neue Regeln vereinfachen die Abrechnung bei der Steuererklärung
- Steuerberaterkammer rät: Prüfung des Kinderfreibetrages statt Kindergeld

Presse Finanzen Leipzig, 22. April 2012. Kinder machen Freude – und kosten Geld. Gerade Familien mit durchschnittlichem Einkommen freuen sich nicht nur über das monatliche Kindergeld. Auch die steuerlichen Vorteile sind für die finanzielle Sicherheit wichtig. Seit 2011 gibt es für Familien mit Kindern einige steuerliche Entlastungen und Änderungen. Die reichen von der Kinderbetreuung bis zu Ausbildung/Studium und orientieren sich an der Lebensphase des Kindes. Dabei gilt es zu beachten: Je nach persönlicher Lebenssituation fallen die Steuervorteile durchaus unterschiedlich aus.

Was ist mit Kinderbetreuungskosten?
Mit dem Jahresbeginn wurde das Absetzen der Betreuungskosten vereinfacht: Solche Ausgaben werden für Kinder unter 14 Jahren einheitlich als Sonderausgaben angerechnet. "Diese Regel ist klar, einfach und transparent", sagt Steffi Müller, Präsidentin der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen. Mit der Vereinfachung erfolgt jedoch keine Erhöhung der Steuerersparnis. "Familien können bis zu zwei Drittel der Betreuungskosten absetzen. Maximal reden wir hier über 4.000 Euro", erklärt Steuerberaterin Müller. Dabei ist es möglich, Familienmitglieder wie die Großeltern für die Betreuung einzusetzen und dann auch zu entlohnen. "Diese Kosten lassen sich legal absetzen, so dass man als Familie am Ende weniger Steuern zahlt." Wichtige Voraussetzung: Es müssen ordnungsgemäße Verträge – so wie sie auch unter Fremden üblich wären – geschlossen werden. Außerdem sollte die Betreuung tatsächlich stattfinden, die Vergütung muss per Rechnung und Überweisung erfolgen.

Kindergeld und Kinderfreibeträge
Für volljährige Kinder unter 25 Jahren entfällt die Einkommensüberprüfung für Kindergeld und Kinderfreibeträge. Auch bei der ersten Ausbildung bzw. dem Erststudium spielen die Einkünfte des Kindes keine Rolle mehr. "Im Klartext: Eltern bekommen weiterhin Kindergeld – egal wie viel das Kind während der Erstausbildung verdient. Für die Steuererklärung ist das eine Vereinfachung und Entlastung", sagt Steffi Müller.

Bei Kindern, die ihre erste Berufsausbildung oder ein Erststudium abgeschlossen haben, kommt eine Berücksichtigung für Kindergeld/Kinderfreibetrag nur noch in Betracht, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. Davon nicht betroffen sind eine regelmäßige Arbeitszeit von unter 20 Stunden pro Woche, eine geringfügige Beschäftigung (Minijob) oder ein Ein-Euro-Job.

Ab 2012 wird auch der für Ausbildungskosten als Sonderausgaben höchstens abzugsfähige Betrag von 4.000 auf 6.000 Euro im Jahr angehoben. "Ob hier das letzte Wort gesprochen ist, ist aber noch nicht sicher. Vor einem Finanzgericht ist bereits wieder ein Verfahren anhängig, in dem  für ein Erststudium ein Werbungskostenabzug verlangt wird", sagt die Präsidentin der sächsischen Steuerberater.

Neben dem Kinderfreibetrag erhält man für jedes Kind auch einen Betreuungsfreibetrag. Im Laufe des Jahres wird zunächst nur das Kindergeld ausgezahlt. Kindergeld und Kinder- sowie Betreuungsfreibetrag werden dabei für Steuervergünstigungen nicht zusammengerechnet. Der Kinder- und der Betreuungsfreibetrag spielen erst bei der Einkommensteuererklärung eine Rolle. Ist der Freibetrag günstiger, wird die Differenz zwischen Einkommensteuerersparnis und schon ausgezahltem Kindergeld automatisch vom Finanzamt erstattet. Die Freibeträge wirken sich auf die Einkommensteuer demzufolge nur aus, wenn die Steuerersparnis größer ist als der Anspruch auf Kindergeld.

Geld sparen? Der Berater hilft.
Was für die individuellen Einkommensverhältnisse das steuerlich optimale Modell ist, lässt sich als Laie nicht so leicht erkennen. Hier kann ein Steuerberater helfen, den Überblick zu behalten und Einbußen zu vermeiden. Kompetente Hilfe findet jeder Bürger einfach und schnell mit der Beratersuche auf der Internetseite der Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen. Mehr unter www.sbk-sachsen.de, Stichwort "Beratersuche".


Für Rückfragen:
Björn-H. Lehmann (Öffentlichkeitsarbeit, Steuerberaterkammer des Freistaates Sachsen), Tel. 0341 / 5 63 36 30, E-Mail: presse@sbk-sachsen.de

PR Piloten (Agentur), Ulf Mehner, Franziska Höhne, Telefon: 0172 / 8935317,

Dienstag, 20. März 2012

Henrik Naujoks neuer Leiter der Praxisgruppe Banken und Versicherungen in EMEA


Dr. Henrik Naujoks

Presse Finanzen München/Zürich. Die weltweit tätige Managementberatung Bain & Company ernennt Dr. Henrik Naujoks zum Leiter der Praxisgruppe für die Beratung von Finanzdienstleistern in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA). Darüber hinaus verantwortet Dr. Naujoks weiterhin die Beratung von Versicherungsunternehmen in Deutschland und der Schweiz und leitet das Düsseldorfer Bain-Büro.

„Henrik Naujoks hat während der Finanzkrise zahlreiche Bain-Kunden im Banken- und Versicherungssektor unterstützt, ihre Unternehmen durch diese turbulente Zeit zu steuern“, sagt Philippe de Backer, Leiter der weltweiten Financial Services Practice von Bain & Company. „Sein Wissen und seine Erfahrung in Turnaround- und Restrukturierungssituationen sind bei den Managementteams in Europa so gefragt wie nie“, so de Backer weiter. „Denn nach wie vor spürt die Finanzdienstleistungsbranche die Folgen der Staatsschuldenkrise und hat noch viele Hausaufgaben vor sich.“

Dr. Henrik Naujoks unterstützt seine Kunden bei Unternehmens- und Geschäftsfeldstrategien, Restrukturierungen und Post-Merger-Integrationen. Aktuell beschäftigen ihn vor allem drei wichtige Zukunftsthemen: gesetzliche Regulierungen wie Basel 3 und Solvency II, die zunehmende Bedeutung von Kapital als knapper Ressource mit seinen Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie und -steuerung sowie technologische Neuerungen, die eine Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle erfordern.

Einen erheblichen Teil seiner Zeit widmet Dr. Naujoks sozialen Initiativen als Berater und Board-Mitglied von zahlreichen gemeinnützigen Organisationen. So ist er Mitglied im Board von Child and Youth Finance, einer weltweit tätigen Organisation mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen Zugang zu Finanzdienstleistungen und wirtschaftlicher Bildung zu ermöglichen. Darüber hinaus engagiert er sich im Dean’s Advisory Board der WHU – Otto Beisheim School of Management.

2007 wurde Henrik Naujoks vom World Economic Forum in die Gruppe der Young Global Leaders gewählt, einem weltweit tätigen Kreis junger Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft und Medien. Bei den Young Global Leaders ist er Mitbegründer des Programms Learn Money, einer Initiative zur Förderung der finanzwirtschaftlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen.

Henrik Naujoks studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität München und promovierte über Organisationstheorie und das Verhalten in Großorganisationen an der Schweizer Universität St. Gallen. Er ist seit 18 Jahren bei Bain & Company und seit 11 Jahren Partner.


Bain & Company (www.bain.de, www.joinbain.de)
Strategische Beratung, operative Umsetzung, messbare Ergebnisse: Mit diesem unternehmerischen Ansatz ist Bain & Company eine der weltweit führenden Managementberatungen. Gemeinsam mit seinen Kunden arbeitet Bain darauf hin, klare Wettbewerbsvorteile zu erreichen und damit den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Im Zentrum der ergebnisorientierten Beratung stehen das Kerngeschäft der Kunden und Strategien, aus einem starken Kern heraus neue Wachstumsfelder zu erschließen. Seit Gründung 1973 lässt sich Bain dabei an den Ergebnissen seiner Beratungsarbeit finanziell messen. Bislang waren Bain-Berater weltweit für über 4.600 große und mittelständische Unternehmen tätig. Insgesamt unterhält die Beratung 47 Büros in 30 Ländern und beschäftigt 5.000 Mitarbeiter, rund 550 davon im deutschsprachigen Raum.


Pressekontakt:
Leila Kunstmann-Seik, Bain & Company Germany, Karlsplatz 1, 80335 München
Tel: +49 89 5123 1246, Mobil: +49 151 5801 1246, E-Mail: leila.kunstmann@bain.com


Katharina Weindl
PR & Marketing Coordinator
Bain & Company Germany, Inc. | Karlsplatz 1 | 80335 München | Germany
tel: +49 89 5123 1243  fax: +49 89 5123 1376  
mobile: +49 151 5801 1243 

mailto:katharina.weindl@bain.com | web: www.bain.de   

Mittwoch, 11. Januar 2012

Aktuelles: Vorsicht am Geldautomat

Presse Finanzen Skimming, das illegale Ausspähen von Kartendaten, ist weiter auf dem Vormarsch. Für die Bankkunden wird es immer schwieriger, sich davor zu schützen. "Skimmingangriffe sind im zweiten Halbjahr 2011 wieder stark gestiegen", berichtet Torsten Grosser, EDV-Experte der EthikBank. "Die Technik wurde verfeinert, bessere Kameras und bessere Anbauteile wurden installiert." Konnte man früher stutzig werden, weil an der Decke ein neuer ‚Rauchmelder’ angebracht war, der sich als Skimming-Kamera entpuppte, so sei die verfeinerte Technik inzwischen mit ungeübtem Auge kaum noch zu erkennen.
Was kann der Bankkunde trotzdem tun? Seine PIN am Automaten immer möglichst verdeckt eingeben, so dass kein Kamerablick, aus welchem Winkel auch immer, die Daten erfassen kann. Wenn man die Wahl hat: Keinen Außenautomaten nutzen – dort ist die Möglichkeit zur Manipulation durch Betrüger höher als bei Automaten in Innenräumen. Allgemein gilt nach wie vor: Augen auf am Automaten, aufmerksam sein und vorsichtig. Wenn etwas am Gerät ungewöhnlich oder verdächtig erscheint, Finger weg.
Gefahr lauert auch beim elektronischen Bezahlen
Zumal die Betrüger immer dreister werden und immer neue Betätigungsfelder entdecken. Ziel von Skimming-Angriffen sind vermehrt Electronic-Cash-Terminals im Handel. Dabei scheuen die Täter auch nicht vor Einbrüchen in den Einkaufsmärkten zurück: Nicht, um etwas zu stehlen, sondern, um das EC-Kartenlesegerät zu manipulieren. Auch an Tank-Automaten und selbst an Fahrkartenautomaten der Bahn wurden schon Kartendaten ausgespäht.
Woran man auch denken sollte: In Deutschland wird an allen Geldautomaten eine Kartenechtheitsprüfung vorgenommen. Im Ausland nicht. Deshalb ist die Gefahr, dass mit einer kopierten Karte jenseits der Grenzen Geld abgehoben wird, ungleich größer. Hierfür bietet die EthikBank Eisenberg sowohl an ihren Automaten als auch über das Onlinebanking die Möglichkeit, die Karte fürs Ausland sperren zu lassen. Man darf dann nur nicht vergessen, sie wieder entsperren zu lassen, wenn man im Ausland selber Geld abheben will.
Kontakt:
Telefon: 036691-862345
Telefax: 036691-862347
hallo@ethikbank.de
www.ethikbank.de

Was die anderen Hochbegabten anders machen – ein Beispiel aus der Wirtschaft für die Politik

Man erkennt sie.


Es sind die kleinen Einsteins, die Picassos und die Mozarts. Sie lesen schon mit sechs Jahren „The New York Times“, korrespondieren mit fünf Jahren in Mandarin und spielen mit vier Jahren die Spatzenmesse in C-Dur. Später studieren sie dann bereits mit 14 an einer Uni und werden jüngster Professor oder jüngste Professorin.

Man kennt sie.

Dann gibt es noch die anderen.

Ihre Begabung ist nicht so offensichtlich. Oder: offensichtlich nur für Eingeweihte. Für Kennerinnen und Kenner. Wahrscheinlich stehen sie nicht in einem Labor. Ob sie mit dem Pinsel umgehen können? Seien Sie tapfer: Wohl eher nicht so. Ob sie eine Stradivari zu schätzen wissen? Hm.

Und doch haben sie ihre Begabung. Erkennbar wie gesagt fast nur für Eingeweihte.

Ein Beispiel: Ich war Mitglied in einem Verband, der das Wort „Wirtschaft“ in seinem Namen trägt. Es ging um ein Thema, das alle Menschen bewegt. Wirklich alle. Wirklich jeden. Es ging um Politik. Und um den Anlauf zu einem neuen Gesetz. Man diskutierte. Und fragte sich, wie man denn überzeugend argumentieren könnte.

Ich erwähnte den Gedanken einer Befragung. Sie kennen das: In jeder grösseren Stadt stehen diese Interviewer auf der grossen Einkaufsstrasse und wollen wissen, welche Zahnpasta, welches Waschmittel, welche Automarke Sie bevorzugen. Strasseninterviews nennen wir das. Wir, das sind meine Kolleg*innen aus der Marktforschung und ich. Ich hatte damals ein Institut für Markt- und Kommunikationsforschung. Unsere Klienten aus der Politik und Wirtschaft waren bekannt und angesehen und wir waren stolz darauf, für sie forschen zu dürfen.

In meinem Verband war das bekannt.

Ja. Sagte man: Eine Befragung auf der Strasse ist ein überzeugendes Argument. Wir – wer auch immer „wir“ sein sollte – wir stellen uns auf die Strasse und befragen die Menschen. Und dann geben wir – und das war der Sinn der Sache – das Ergebnis an den OB der Stadt. Einer von meinen Kollegen im Verband meinte dann: Ob wir wohl 50 Menschen dazu bewegen können, mit uns zu reden?

Wie, sagte ich: 50 Menschen?

Ja. Sagten die anderen. 50 Menschen wäre eine tolle Sache.

Klar sind 50 Menschen eine tolle Sache. Aber: Wie wollen wir einen OB mit den Stimmen von 50 Menschen motivieren, ein neues Gesetz in Gang zu bringen? Nach einer halben Stunde hatte man sich auf 100 Menschen geeinigt. Mit dem Zusatz: Ob wir das wohl schaffen werden?

Warum so zaghaft?

Die Jungs und Mädels, die hier zusammen sassen, waren die Menschen, die täglich über Millionen entschieden. Ihre Denkweisen waren nicht 100 oder 1.000. Es waren 1.000.000 und mehr!

Mir war klar, dass ich meine lieben Kolleginnen und Kollegen jetzt schockieren musste. Nicht weil ich Schocks mag – aber ich musste ihnen schon sagen, wie so etwas in der Realität funktioniert. Dass man an den verantwortlichen Stellen – sorry – 100 Menschen als Beweis nicht gelten lassen wird. Man wird schmunzeln und zur Tagesordnung übergehen.

Noch bevor ich den Gedanken: „Wie sag‘ ich es das denn jetzt?“ zu einem Satz modellieren konnte, war es raus:

1.000 INTERVIEWS!
1.000 Interviews?

Das Entsetzen war gross. Nur unser Präsident war begeistert. Und dann ging das los, was zumeist los geht, wenn ein Hochbegabter – eine Hochbegabte – eine Idee und einen Weg vor Augen hat: GEHT NICHT! FUNKTIONIERT NICHT! SCHAFFEN WIR NICHT! WIR SIND DOCH NICHT VERRÜCKT! WER SOLL DAS DENN ALLES ZAHLEN?

Ich hörte mir das eine Stunde an, während ich das Konzept schrieb, die Umsetzung des Konzepts plante und einen Entwurf für den Fragebogen entwarf. Unser Präsident hatte mich aus den Augenwinkeln beobachtet und rief mich auf – nach vorne zu kommen und die Einzelheiten zu präsentieren. Gesagt. Getan.
Wir fanden über 50 Mitglieder aus dem Wirtschafts-Verband, die mitmachten. Manager*innen, die ich mit meinem Team für diesen Einsatz schulte. Es waren wohl die Interviewer*innen mit den höchsten Stundenlöhnen, die hier und heute ehrenamtlich auf die Strasse gingen und sehr mutig die Menschen nach ihrer Meinung befragten.

Um Mitternacht hatten wir 1.037 Interviews geschafft. Alle von meinen Forscherkollegen und mir kontrolliert. Alle perfekt. Es war ein harter Job – aber selten habe ich ein Team von fast 100 „Mitarbeiter*innen“ so begeistert arbeiten gesehen.

Am nächsten Morgen wurde noch einmal kontrolliert. Und dann gingen die Fragebögen ins Rechenzentrum zur Uni. Ich schrieb dazu einen Bericht für die Präsentation. Mein Team zeigte einen bewundernswerten Einsatz. Und so konnte ich meiner Assistentin auch nicht die Bitte abschlagen, die Ergebnisse beim OB präsentieren zu dürfen.

Der OB schien sehr zufrieden. Und so wanderten unsere Ergebnisse weiter „nach oben“. Und so wurde aus unserer Idee der Beweis, dass die Menschen diese Verbesserung ihres Alltags wirklich wollten.

Schliesslich wurde aus dem Beweis ein Gesetz in Deutschland, das jedem Menschen den Alltag etwas besser macht. Zur Freude der Menschen.
Nein, so faszinierend wie ein Picasso ist dieses Gesetz nicht.

Aber es erleichtert seitdem allen Menschen ihr Leben. Und das Tag für Tag in Deutschland.

Wenn Sie Unternehmer*in sind: Gründen Sie einen Think Tank mit Ihren Hochbegabten und allen, die mutig sind und gross denken und handeln können. Dann sind Sie nicht nur Ihre Probleme los. Sie haben auch die Chance, die Welt ein bisschen besser machen zu können.

Was sagte John F. Kennedy in seiner Antrittsrede am 20. Januar 1961 in Washington, D.C.:

„Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt (…) fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“ [1]

Lilli Cremer-Altgeld
Mobil 0049 1575 5167 001